PostbeamtenKrankenkasse

Krankenversicherung für Studierende

Ihr Kind hat die Hochschulreife bestanden, das Studium naht: Was gibt es jetzt aus Versicherungssicht zu beachten? Besteht für Studierende weiterhin ein Versicherungsschutz durch die PBeaKK? Nachfolgend haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen rund um das Thema „Studium und Krankenversicherung“ zusammengestellt.

Welchen Versichertenstatus haben Studierende? 

Studierende an einer staatlich anerkannten Hochschule oder Fachhochschule sind grundsätzlich verpflichtet, sich in der gesetzlichen Krankenversicherung der Studierenden (KVdS) zu versichern. Wenn Sie bei der KVdS keinen Befreiungsantrag für Ihr studierendes Kind stellen, fällt dieses automatisch aus unserer Mitversicherung heraus. 

Wie können Studierende, deren Eltern bei der PBeaKK versichert sind, unseren Versicherungsschutz beibehalten?

Studierende können zu Studienbeginn beantragen, dass sie von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreit werden. Wichtig: Dieser Antrag muss innerhalb von drei Monaten nach Semesterbeginn – spätestens aber nach der Immatrikulation – gestellt werden. Der Befreiungsantrag kann an jede beliebige gesetzliche Krankenversicherung gerichtet werden.  

Sobald Ihr Kind den Befreiungsbescheid erhalten hat, legen Sie uns diesen bitte mit der Immatrikulationsbescheinigung vor. Ist Ihr Kind zu Beginn seines Studiums nicht bei Ihnen in der PBeaKK mitversichert, benötigen wir zusätzlich einen Aufnahmeantrag.

Weisen Sie uns bitte während des Studiums Ihres Kindes stets den Studierendenstatus für das jeweilige Wintersemester nach, indem Sie uns eine Immatrikulationsbescheinigung vorlegen.

Ist es möglich, während des Studiums in die Krankenversicherung für Studierende (KVdS) zu wechseln? 

Wenn sich Ihr Kind von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lässt, ist das eine endgültige Entscheidung: Dies kann während des Studiums nicht mehr widerrufen werden. Die Befreiung gilt auch für ein neues Studium, wenn sich dieses nahtlos oder innerhalb eines Monats an das vorherige Studium anschließt und keine Sozialversicherungspflicht beginnt.

Das bedeutet, dass Studierende während des Studiums nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung der Studierenden (KVdS) aufgenommen werden – auch dann nicht, wenn ein Wechsel irgendwann günstiger wäre, beispielsweise wenn der Familienzuschlag oder das Kindergeld entfallen. 

Ist die studentische Mitversicherung beitragsfrei? 

Falls außer dem studierenden Kind noch weitere Familienmitglieder in Ihrer Grundversicherung mitversichert sind, so fällt in den Mitgliedergruppen A und B1 kein zusätzlicher Beitrag für die Grundversicherung an. Dies gilt, so lange das studierende mitversicherte Kind im Familienzuschlag berücksichtigt wird oder Kindergeld gezahlt wird. Im Regelfall erfolgen diese Zahlungen, bis das 25. Lebensjahr vollendet ist. Die Zusatzversicherung bleibt hingegen beitragspflichtig. 

Gibt es eine Altersgrenze für eine Mitversicherung von Studierenden? 

Die Mitversicherung bei der PBeaKK ist so lange möglich, wie der kinderbezogene Familienzuschlag oder das Kindergeld gezahlt werden. In der Regel entfallen spätesten mit Vollendung des 25. Lebensjahres diese Zahlungen. 

Über das 25. Lebensjahr hinaus sind Kinder weiter in der Beihilfe berücksichtigungsfähig, wenn sie sich noch in Schul- oder Berufsausbildung befinden und die Ausbildung aufgrund eines anerkannten Freiwilligendienst unterbrochen oder verzögert wurde. Die Dauer der weiteren Berücksichtigungsfähigkeit entspricht der Dauer des abgeleisteten Dienstes, insgesamt jedoch höchstens zwölf Monate.

Sollte Ihr Kind länger an einer staatlich anerkannten Hochschule oder Fachhochschule immatrikuliert sein, können Sie beantragen, dass es bis zum Abschluss des Studiums beitragspflichtig mitversichert bleibt – längstens bis zur Vollendung des 34. Lebensjahres. Eventuell bestehende Zusatzversicherungen können für die Dauer des Studiums fortgeführt werden.

Sollte Ihr Kind das Studium bis zur Vollendung des 34. Lebensjahres nicht abgeschlossen haben, kann die Mitversicherung als eigenständige Mitgliedschaft in der Mitgliedergruppe B2 weiter geführt werden, bis das Studium abgeschlossen ist. 

Was gibt es bei Unterbrechungen des Studiums zu beachten? 

Unterbricht Ihr Kind sein Studium – beispielsweise für ein Auslands-, Urlaubs- oder Praxissemester – kann es in dieser Zeit weiter mitversichert bleiben. Das ist allerdings nur möglich, wenn es währenddessen weiterhin im Familienzuschlag berücksichtigt und nicht gesetzlich versicherungspflichtig wird. 

Nähere Informationen zur Berücksichtigungsfähigkeit im Familienzuschlag erhalten Sie bei Ihrer Familienkasse. Die Entscheidung, ob eine gesetzliche Versicherungspflicht eintritt, wird vom jeweiligen Arbeitgeber der/des Studierenden getroffen. 

Welche Besonderheiten gelten für Studierende dualer Studiengänge? 

Wer an einem dualen Studiengang teilnimmt, unterliegt seit Januar 2012 der Sozialversicherungspflicht. Diese gesetzliche Versicherungspflicht besteht für die gesamte Dauer des Studiums – also sowohl für Praxisphasen als auch für Theoriephasen. Es ist nicht möglich, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Sollte Ihr Kind von dieser Regelung betroffen sein, informieren Sie uns bitte per Änderungsformular. Die Zusatzversicherung kann weiter geführt werden, solange Ihr Kind im Familienzuschlag berücksichtigt wird oder Kindergeld gezahlt wird. 

Gibt es besondere Regelungen für Studierende, die nebenberuflich tätig sind? 

Werksstudierende, also Studierende, die neben dem Studium arbeiten gehen,  können bei der PBeaKK mitversichert bleiben, wenn die Beschäftigung während des Semesters höchstens 20 Stunden pro Woche beträgt. Wird die 20-Stunden-Regel überschritten, tritt die Sozialversicherungspflicht ein: Dann müssen sich Studierende bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern und die PBeaKK-Mitversicherung endet.  In den Semesterferien gibt es dagegen keine Begrenzung der Stundenzahl. Hier bleiben Studierende selbst bei einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreit.

Wann endet die Mitversicherung von Studierenden?

Das Studium endet mit der Exmatrikulation. Danach können Studierende bei der PBeaKK noch bis zum Ablauf eines Jahres mitversichert bleiben, solange sie nicht anderweitig krankenversichert sind, zum Beispiel weil eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufgenommen wurde.

Die Weiterversicherung endet spätestens mit der Vollendung des 34. Lebensjahres. Sollte das Studium bis dahin noch nicht abgeschlossen sein, können Studierende eine eigenständige Mitgliedschaft in der Mitgliedergruppe B2 beantragen. Angehörige des Studierenden können nicht mitversichert werden.