PostbeamtenKrankenkasse

Mitgliedergruppe E
Krankenversicherung geschiedener Ehepartner oder von Partnern aufgehobener Lebenspartnerschaften

In diesem Ratgeber erfahren Sie, ob und wie sich eine Scheidung oder Aufhebung der eingetragenen Lebenspartnerschaft auf Ihren Versicherungsschutz und den Ihres bisherigen Partners bei der PBeaKK auswirkt.

Sobald die Scheidung rechtsgültig wird beziehungsweise wenn die eingetragene Lebenspartnerschaft aufgehoben wurde, endet die Berücksichtigungsfähigkeit des geschiedenen Ehepartners beziehungsweise des Partners der aufgehobenen Lebenspartnerschaft eines beihilfeberechtigten Beamten beziehungsweise einer Beamtin in der Beihilfe. Zum gleichen Zeitpunkt endet auch die Mitversicherungsmöglichkeit bei der PBeaKK. Dies bedeutet, dass die nach diesem Zeitpunkt entstehenden krankheitsbedingten Aufwendungen nicht mehr erstattet werden können. Um als geschiedener Ehepartner beziehungsweise Partner einer aufgehobenen Lebenspartnerschaft den notwendigen Krankenversicherungsschutz zu erhalten, bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Mitgliedschaft in der Gruppe A oder B1 bei der PBeaKK bei bestehendem eigenem Beihilfeanspruch
  • Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse
  • Versicherung in einer privaten Krankenversicherung
  • Mitgliedschaft in der Gruppe E bei der PBeaKK

Mitgliedschaft bei der PBeaKK in der Gruppe A oder B1

Besteht ein eigener Beihilfeanspruch, kann die bisherige Mitversicherung als eigene Mitgliedschaft in der Gruppe A (Beamte und Beamtinnen der Laufbahnen des einfachen Dienstes mit einem Dienstherrn aus dem Bereich der früheren Deutschen Bundespost) oder B1 (sonstige Laufbahnen) fortgesetzt werden.

Gesetzliche Krankenversicherung

Wer vor der Mitversicherung bei seinem geschiedenen Ehepartner beziehungsweise Partner der aufgehobenen Lebenspartnerschaft nicht oder in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert war, ist grundsätzlich in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig. In diesem Fall ist nach der Trennung die gesetzliche Krankenkasse Ansprechpartner. Auch wer eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausübt oder Arbeitslosengeld bezieht, wird im Regelfall Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse. Eine Mitgliedschaft bei der PBeaKK scheidet dann aus.

Private Krankenversicherung

Wer nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig ist, kann sich in einer privaten Krankenkasse versichern. Die privaten Versicherungsunternehmen bieten zahlreiche Tarife an. Sie sind jedoch nur verpflichtet, mit Ihnen einen Versicherungsvertrag im sogenannten Basistarif abzuschließen. Nähere Informationen erhalten Sie bei den privaten Krankenversicherungsunternehmen.


Mitgliedschaft bei der PBeaKK in der Gruppe E

Besteht kein gesetzlicher Krankenversicherungsschutz, kein eigener Beihilfeanspruch und auch kein Anspruch auf Heilbehandlung (z.B. Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz), kann nach der Scheidung beziehungsweise Aufhebung der Lebenspartnerschaft die bis dahin bestehende Mitversicherung bei der PBeaKK als eigene Mitgliedschaft in der Gruppe E fortgesetzt werden. Hierfür ist ein Antrag erforderlich. Ob die Leistungsordnung A (Behandlung auf Krankenversichertenkarte beim Arzt) oder B (Selbstzahler und spätere Erstattung der Aufwendungen) zur Anwendung kommt, ist von den wirtschaftlichen Verhältnissen beziehungsweise vom Inhalt der Antragstellung abhängig. 

Wurde für die bisherige Mitversicherung ein Beitragszuschlag berechnet, weil die Mitversicherung später als ein Jahr nach Vollendung Ihres 25. Lebensjahres begann beziehungsweise keine lückenlose Mitversicherung bestand, so erhöht sich auch der oben angegebene Monatsbeitrag für die eigene Mitgliedschaft um diesen Zuschlag. Neben dem Beitrag wird für eine Mitgliedschaft in der Gruppe E ein monatlicher Ausgleichszuschlag erhoben. 

Mitgliedern der Gruppe E steht das gesamte Spektrum der Zusatzversicherung bei der PBeaKK offen. Die dafür fälligen Beiträge werden gesondert berechnet.

Weitere Schritte

Soll eine Mitgliedschaft in der Gruppe E begründet werden, weil kein gesetzlicher Krankenversicherungsschutz erlangt werden kann, benötigen wir spätestens drei Monate nach dem Tag, an dem der Scheidungsausspruch beziehungsweise die Aufhebung der Lebenspartnerschaft rechtsgültig wird, folgende Unterlagen:

  • Aufnahmeantrag (auf unserer Internetseite unter www.pbeakk.de)
  • Kopie des Scheidungsausspruchs beziehungsweise Ausspruchs über die Aufhebung der Lebenspartnerschaft
  • Nachweis über Einkommen- und Vermögensverhältnisse, zum Beispiel der zuletzt gültige Einkommensteuerbescheid
  •  Ablehnungsbescheid einer gesetzlichen Krankenkasse bei vorheriger gesetzlicher Krankenversicherung

Damit ein lückenloser Krankversicherungsschutz gewährleistet ist, kann der Antrag auch schon gestellt werden, bevor die Scheidung beziehungsweise die eingetragene Lebenspartnerschaft rechtsgültig geworden ist. Wir können jedoch erst dann abschließend entscheiden, wenn uns alle erforderlichen Unterlagen vorliegen.

Wichtige Hinweise

  • Angehörige (z.B. Kinder) können in der Mitgliedergruppe E nicht mitversichert werden.
  • Die Mitgliedschaft in der Gruppe E endet, wenn ein gesetzlicher Krankenversicherungsschutz oder ein anderweitiger Anspruch auf Heilbehandlung besteht.
  • Mitglieder der Gruppe E sind gesetzlich verpflichtet, einen privaten Pflegeversicherungsvertrag abzuschließen. Die bisherige private Pflegepflichtversicherung bei der „Gemeinschaft privater Versicherungsunternehmen“ kann fortgesetzt werden. Dabei erfolgt jedoch eine Umstufung in den Tarif PVN, weil kein Anspruch auf Beihilfe besteht. Sofern ein Krankenversicherungsvertrag bei einem privaten Versicherungsunternehmen abgeschlossen wird, muss uns innerhalb eines Monats ein Versicherungsnachweis der anderen Krankenversicherung vorgelegt werden. Dadurch kann die in der privaten Pflegeversicherung erwirtschaftete Altersrückstellung auf den neuen Versicherer übertragen werden. Wir sind als bisheriger Krankenversicherer gesetzlich verpflichtet, den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung zu überwachen und müssen die Personen, die ihrer Versicherungspflicht in der privaten Pflegeversicherung nicht nachkommen, dem Bundesversicherungsamt melden.