PostbeamtenKrankenkasse

Mutter/Vater-Kind-Rehabilitationsmaßnahme

Ihr Arzt hat Ihnen eine Reha-Maßnahme verordnet und gleichzeitig haben Sie ein minderjähriges Kind, um das Sie sich kümmern müssen? Mit unseren Leistungen können Sie beides vereinbaren: mit der sogenannten Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Rehabilitation.

Hierbei handelt es sich um eine spezielle Reha-Maßnahme für Mütter oder Väter, die ein behindertes Kind oder ein Kind, das sein 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, versorgen müssen und trotzdem eine Kur in Anspruch nehmen möchten. 

Gemeinsam mit Ihrem Kind zur Reha – Voraussetzungen

Damit wir Ihre Kosten für eine solche Behandlung übernehmen können, muss eine der folgenden Voraussetzungen vorliegen:

  • Ihr Kind benötigt ebenfalls eine Rehabilitation und sein Krankheitsbild ist für die gewählte Reha-Maßnahme geeignet.
  • Oder: Aufgrund des Alters Ihres Kindes ist zu befürchten, dass eine Trennung von Mutter oder Vater zu psychischen Schäden führt.
  • Oder: Sie sind als alleinerziehendes und berufstätiges Elternteil besonders belastet, sodass ein gemeinsamer Rehabilitationsaufenthalt mit Ihrem Kind Ihre Gesundheit stabilisiert.
  • Oder: Sie befinden sich in einer besonderen familiären Situation, sodass eine Trennung von Ihrem Kind unzumutbar wäre.
  • Oder: Ihr Kind kann während Ihrer Rehabilitation nicht versorgt werden, sodass Ihre Rehabilitationsbehandlung zu scheitern droht. 

Weitere Voraussetzungen für unsere Kostenübernahme

  • Ihr Arzt hält eine Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Rehabilitation für erforderlich.
  • Im laufenden Kalenderjahr oder in den drei vorangegangenen Kalenderjahren haben wir für Sie keine Leistungen zu einer Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Rehabilitation erbracht. Außerdem haben Sie innerhalb der letzten vier Jahre weder an einer klassischen stationären Rehabilitation noch an einer ambulanten Rehabilitation in einem anerkannten Kurort teilgenommen.  
  • Sie haben keine Ansprüche gegenüber anderen Kostenträgern, wie der Rentenversicherung oder der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Die Reha-Einrichtung verfügt über einen Versorgungsvertrag nach den rechtlichen Regelungen des Sozialgesetzbuches.
  • Wir haben Ihre Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Rehabilitation anerkannt.

Ablauf unserer Genehmigung

Wenn Ihr Arzt Ihnen zu einer Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Rehabilitation rät, benötigen Sie für jede teilnehmende Person einen Antrag. Das erforderliche Formular erhalten Sie auf unserer Internetseite oder von unserer Kundenberatung. Bei einer medizinischen Indikation benötigen wir sowohl für Sie als auch für Ihr Kind ärztliche Verordnungen, aus denen sich die medizinische Notwendigkeit der Kur ergibt.

Wir haben mit über 100 Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen eine Vereinbarung getroffen: Diese nehmen Sie zu den pauschalen Tagespflegesätzen auf, die mit den gesetzlichen Kostenträgern vereinbart wurden. Ein weiterer Vorteil für Sie: Mit diesen Reha-Einrichtungen rechnen wir direkt ab – Sie brauchen also selbst keine Rechnungen zu begleichen. Auf unserer Internetseite finden Sie eine Zusammenstellung der Reha-Einrichtungen, die mit uns eine Vereinbarung geschlossen haben. 

Nachdem uns Ihre Anträge und Ihre ärztliche Verordnungen vorliegen, geben wir ein Gutachten in Auftrag. Aufgrund der Stellungnahme des Gutachters erkennen wir Ihren Antrag an oder lehnen ihn ab. Mit unserem Anerkennungsbescheid wird Ihre Rehabilitation endgültig festgelegt und Sie erfahren, mit welchen Leistungen Sie rechnen können.

Sobald Sie unsere Anerkennung erhalten, können Sie Ihre Reha-Einrichtung verbindlich buchen. Achten Sie bitte darauf, dass Sie Ihre Kur spätestens vor Ablauf von 4 Monaten nach unserer Anerkennung beginnen. Tipp: Da es in Kurkliniken häufig lange Wartezeiten gibt, ist es ratsam, dass Sie in Ihrer gewünschten Reha-Einrichtung unverbindlich einen Behandlungszeitraum vorbehaltlich unserer Anerkennung buchen. 

Fremder Beihilfeträger

Erhalten Sie Ihre Beihilfe von einem anderen Beihilfeträger als der PBeaKK, beantragen Sie Ihre Rehabilitation bitte bei Ihrem Beihilfeträger. Erkundigen Sie sich, welche Vorgaben Sie dort zu erfüllen haben, da unsere Satzung für Ihren Beihilfeträger nicht bindend ist.

In aller Regel wird dann von Ihrem Beihilfeträger die Begutachtung eingeleitet oder vermittelt. Damit wir Ihren Antrag anerkennen können, senden Sie uns bitte Ihr Gutachten und Ihre ärztliche Verordnung zusammen mit Ihrem Antrag zu. Wenn noch kein Gutachten eingeholt wurde, beauftragen wir selbst einen Gutachter.  

Dauer Ihrer Rehabilitation

Ihre Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Pflege übernehmen wir für bis zu 21 Tage. Eine Verlängerung ist nicht möglich. 

Abrechnung Ihrer Behandlungskosten

Wir erstatten Ihnen den pauschalen Tagespflegesatz, der mit den Sozialleistungsträgern vereinbart ist. Ihre Behandlungskosten können direkt mit uns abgerechnet werden, sofern wir mit Ihrer Reha-Einrichtung eine entsprechende Vereinbarung geschlossen haben. Wir schicken in diesem Fall eine Kostenübernahmeerklärung an Ihre Reha-Einrichtung. 

Die Direktabrechnung Ihrer Behandlungskosten hat für Sie folgende Vorteile:

  • Sie haben keine Selbstbehalte, da die berücksichtigungsfähigen Höchstsätze bei Arztkosten und Heilmitteln nicht überschritten werden.
  • Sie brauchen keine Vorleistungen an die Reha-Einrichtung zu zahlen.
  • Es kommt zu keinen Abschlägen auf Beihilfe- und Kassenleistungen.
  • Ihr Selbstbehalt ist niedriger als bei der Abrechnung für Selbstzahler.

Im Anschluss an Ihre Rehabilitation erhalten wir von der Reha-Einrichtung die Rechnung. Den Rechnungsbetrag überweisen wir dann an die Reha-Einrichtung – Sie brauchen nichts Weiteres veranlassen. Nach unserer Bezahlung erhalten Sie einen Erstattungsbescheid, aus dem Sie den endgültigen Rechnungsbetrag entnehmen können.

Unsere Leistungen

Für Unterkunft, Verpflegung und Pflege erkennen wir den pauschalen Tagespflegesatz an, der mit den Sozialleistungsträgern vereinbart wurde. Näheres entnehmen Sie bitte unserem Anerkennungsbescheid. Soweit Ihnen ein Betrag für Kurtaxe gesondert berechnet wurde, sind diese Aufwendungen berücksichtigungsfähig. Pro Kalendertag müssen Sie für sich selbst einen Eigenbehalt von 10 Euro zahlen – für Ihr Kind entstehen keine Eigenbehalte.

Für Ihre An- und Abreise mit einem privaten PKW erstatten wir Ihre Fahrtkosten in Höhe von 0,20 Euro je Kilometer, höchstens bis zu 200 Euro. Ob Zug, Bus oder Straßenbahn: Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, so bezahlen wir Ihnen Ihre tatsächlich entstandenen Kosten für die niedrigste Beförderungsklasse – bis zur Höchstgrenze von 200 Euro. Alle weiteren Fahrtkosten – beispielsweise für eine Fähre, Parkgebühren oder Gepäck-Transport-Kosten – sind mit dem erstattungsfähigen Betrag bereits abgegolten.

Gut zu wissen: Für eine Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Rehabilitation erhalten Sie Leistungen aus unserer Zusatzversicherung.