PostbeamtenKrankenkasse

Anschlussheilbehandlung

Sie waren aufgrund einer schweren Erkrankung im Krankenhaus und Ihr Arzt empfiehlt Ihnen eine anschließende Rehabilitation? Dann kommt für Sie eine sogenannte Anschlussheilbehandlung infrage: Dies ist eine medizinische Reha-Maßnahme, die unmittelbar an Ihre Behandlung im Krankenhaus anknüpft.

Gerne unterstützen wir Sie mit unseren Leistungen: Dabei orientieren wir uns an dem Verfahren und den Krankheitsbildern, die auch für die Deutsche Rentenversicherung Bund gelten. Die Anschlussheilbehandlung wird dabei von Ihrem Krankenhausarzt über uns eingeleitet. Gerne können Sie auch mit dem Sozialdienst im Krankenhaus sprechen, der uns in der Regel die Notwendigkeit einer Anschlussheilbehandlung mitteilt. Soweit möglich, erhalten Sie von uns noch vor Beginn Ihrer Behandlung eine Anerkennung.

Voraussetzungen für unsere Kostenübernahme

  • Sie waren aufgrund einer schweren Erkrankung im Krankenhaus.
  • Ihr Krankenhausarzt hält eine Anschlussheilbehandlung für erforderlich.
  • Die Reha-Einrichtung ist gesetzlich zur Durchführung der stationären Rehabilitation zugelassen und verfügt über einen Versorgungsvertrag nach den rechtlichen Regelungen des Sozialgesetzbuches.
  • Wir haben Ihre Anschlussheilbehandlung anerkannt. 

Ablauf 

Wenn Ihr Krankenhausarzt Ihnen zu einer stationären Rehabilitation rät, benötigen wir dessen Antrag. Aus diesem Antrag muss die medizinische Notwendigkeit der Anschlussheilbehandlung hervorgehen. Ihr Krankenhausarzt wird Sie beraten, welche Reha-Einrichtung für Sie besonders geeignet ist.

Wir haben mit über 800 Reha-Einrichtungen eine Vereinbarung getroffen: Diese nehmen Sie zu den pauschalen Tagespflegesätzen auf, die mit den gesetzlichen Kostenträgern vereinbart wurden. Ein weiterer Vorteil für Sie: Mit diesen Reha-Einrichtungen rechnen wir direkt ab – Sie brauchen also selbst keine Rechnungen zu begleichen. Auf unserer Internetseite finden Sie eine Zusammenstellung der Reha-Einrichtungen, die mit uns eine Vereinbarung geschlossen haben.

Mit unserem Anerkennungsbescheid wird Ihre Reha-Einrichtung endgültig festgelegt. Außerdem erfahren Sie, mit welchen Leistungen Sie rechnen können.

Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Behandlung zeitig beginnt: innerhalb von 14 Tagen nach Ihrer Krankenhausentlassung. Kann diese Frist aus zwingenden tatsächlichen oder medizinischen Gründen nicht eingehalten werden, melden Sie sich bitte bei uns.  

Dauer Ihrer Rehabilitation

Ihre Kosten für eine Anschlussheilbehandlung übernehmen wir für 21 Behandlungstage – es sei denn, eine Verlängerung ist aus medizinischen Gründen dringend erforderlich. Falls Sie eine Verlängerung benötigen, muss dies Ihr behandelnder Arzt begründen. Wir benötigen diese Begründung spätestens 5 Arbeitstage vor Ablauf der ursprünglich genehmigten Behandlungsdauer. Falls unser Gutachter Ihrem Antrag zustimmt, können wir auch Ihre Kosten für die Verlängerung übernehmen.

Abrechnung Ihrer Behandlungskosten

Wir erstatten Ihnen den pauschalen Tagespflegesatz, der mit den Sozialleistungsträgern vereinbart ist. Ihre Behandlungskosten können direkt mit uns abgerechnet werden, sofern wir mit Ihrer Reha-Einrichtung eine entsprechende Vereinbarung geschlossen haben. Wir schicken in diesem Fall eine Kostenübernahmeerklärung an Ihre Reha-Einrichtung. 

Die Direktabrechnung Ihrer Behandlungskosten hat für Sie folgende Vorteile:

  • Sie haben keine Selbstbehalte, da die berücksichtigungsfähigen Höchstsätze bei Arztkosten und Heilmitteln nicht überschritten werden.
  • Sie brauchen keine Vorleistungen an die Reha-Einrichtung zu zahlen.
  • Es kommt zu keinen Abschlägen auf Beihilfe- und Kassenleistungen.
  • Ihr Selbstbehalt ist niedriger als bei der Abrechnung für Selbstzahler

Bitte beachten Sie: Wenn Sie sich für eine Direktabrechnung entscheiden, dürfen Sie keine wahlärztlichen Leistungen mit Ärzten vereinbaren, die selbst eine Rechnung ausstellen können. Denn in diesem Fall kann unsere Kostenübernahmeerklärung nicht verwendet werden.

Im Anschluss an Ihre Rehabilitation erhalten wir von der Reha-Einrichtung die Rechnung. Den Rechnungsbetrag überweisen wir dann an die Reha-Einrichtung – Sie brauchen nichts Weiteres veranlassen. Nach unserer Bezahlung erhalten Sie einen Erstattungsbescheid, aus dem Sie den endgültigen Rechnungsbetrag entnehmen können.

Detaillierte Abrechnung als Selbstzahler

Falls die von Ihnen gewünschte Reha-Einrichtung nicht direkt mit uns abrechnet, können Sie diese dennoch in Anspruch nehmen: als sogenannter Selbstzahler. Hierbei kann es jedoch vorkommen, dass die Reha-Einrichtung Anzahlungen von Ihnen verlangt. Für unsere Erstattung benötigen wir detaillierte Einzelrechnungen für alle erbrachten Leistungen wie: Arztkosten, psychotherapeutische Leistungen, Arzneien, Heilmittel, Unterkunft, Verpflegung und Pflege.

Senden Sie uns nach Ihrer Rückkehr bitte alle Belege mit einem Leistungsantrag zu. Für unsere Erstattung benötigen wir außerdem eine Bescheinigung Ihrer Reha-Einrichtung über den niedrigsten Satz für Unterkunft, Verpflegung und Pflege. Bitte beachten Sie: Wenn die berücksichtigungsfähigen Höchstsätze überschritten werden, kann es für Sie zu Selbstbehalten kommen.

 Unsere Erstattung von ärztlichen Leistungen richtet sich bei einer detaillierten Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Heilmittel erstatten wir bis zu den Höchstsätzen der Bundesbeihilfeverordnung. Darüber hinaus übernehmen wir den von Ihrer Klinik bestätigten niedrigsten Satz für Unterkunft, Verpflegung und Pflege.

Unsere Leistungen

Für Unterkunft, Verpflegung und Pflege erkennen wir den pauschalen Tagespflegesatz an, der mit den Sozialleistungsträgern vereinbart wurde. Näheres entnehmen Sie bitte unserem Anerkennungsbescheid. Soweit Ihnen ein Betrag für Kurtaxe gesondert berechnet wurde, sind diese Aufwendungen berücksichtigungsfähig. Pro Kalendertag müssen Sie einen Eigenbehalt von 10 Euro zahlen – bis zu 28 Tagen pro Kalenderjahr. Dabei rechnen wir Ihre Eigenbehalte an, die Sie bereits während Ihres Krankenhausaufenthalts bezahlt haben.

Für Ihre An- und Abreise mit einem privaten PKW erstatten wir Ihre Fahrtkosten in Höhe von 0,20 Euro je Kilometer, höchstens bis zu 200 Euro. Ob Zug, Bus oder Straßenbahn: Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, so bezahlen wir Ihnen Ihre tatsächlich entstandenen Kosten für die niedrigste Beförderungsklasse. Alle weiteren Fahrtkosten – beispielsweise für eine Fähre, Parkgebühren oder Gepäck-Transport-Kosten – sind mit dem erstattungsfähigen Betrag bereits abgegolten.

Kosten für die Benutzung eines Taxis bis zur nächstgelegenen und geeigneten Einrichtung können nur berücksichtigt werden, wenn auf Grund einer ärztlichen Bestätigung die Notwendigkeit der Beförderung nachgewiesen wird und die PBeaKK die Aufwendungen vorher anerkannt hat.

Bei medizinisch notwendigen Fahrten mit einem Krankentransportwagen erstatten wir Ihnen die nach jeweiligem Landes- und Kommunalrecht berechneten Beträge bis zur nächstgelegenen und geeigneten Einrichtung. Voraussetzung: Sie legen uns eine entsprechende ärztliche Verordnung vor.

Gut zu wissen: Für eine stationäre Anschlussbehandlung erhalten Sie Leistungen aus unserer Zusatzversicherung.

Ambulante Anschlussheilbehandlung

Sie möchten für Ihre Anschlussheilbehandlung nicht verreisen sondern lieber in Ihrer gewohnten Umgebung bleiben? Auch dies ist möglich – sofern sich Ihre Erkrankung in der Nähe Ihres Wohnorts behandeln lässt, also eine geeignete Reha-Einrichtung vorhanden ist. Ihr Krankenhaus stellt Ihnen eine Verordnung aus und empfiehlt Ihnen eine Einrichtung.

Bei unserer Erstattung gelten grundsätzlich die gleichen Regelungen wie für eine stationäre Anschlussheilbehandlung. Unterkunftskosten und Eigenbehalte fallen bei dieser Behandlung nicht an, da Sie in Ihrer häuslichen Umgebung untergebracht sind. Bitte beachten Sie: Für eine ambulante Anschlussheilbehandlung erhalten Sie keine Leistungen aus unserer Zusatzversicherung.