PostbeamtenKrankenkasse

Ambulante Rehabilitationsmaßnahme in einem anerkannten Kurort

Ob salzige Meeresluft, Schwefelheilbad oder Heilquellen-Kurbetrieb – eine ambulante Rehabilitation in einem anerkannten Kurort können Sie beantragen, wenn Sie an einer schweren oder erheblichen chronischen Erkrankung leiden. Weitere Voraussetzung: Sie sind in einem aktiven beamtenrechtlichen Dienstverhältnis oder Arbeitsverhältnis.

Durch die Kur sollen Ihre Beschwerden nachhaltig gelindert werden, sodass Sie wieder berufsfähig sind. Ein weiteres Ziel ist, Ihre Gesundheit wieder herzustellen und zu schützen. Ihre Behandlung wird mit vorwiegend natürlichen Heilmitteln durchgeführt, die an dem anerkannten Kurort angeboten werden, beispielsweise mit Moor oder Sole – natürlich unter ärztlicher Aufsicht.

Berechtigte

Wer darf an einer Rehabilitation an einem anerkannten Kurort teilnehmen? Ganz einfach: Beamte, die beruflich aktiv sind, die also Dienstbezüge oder Amtsbezüge erhalten. Auch unsere Mitglieder der Gruppe B 3 haben einen Anspruch auf diese Kur.

Keinen Anspruch haben hingegen mitversicherte Personen, nicht selbst beihilfeberechtigte Ehepartner und Kinder sowie Versorgungsempfänger.

Voraussetzungen für Ihre Rehabilitation

  • Ihr Arzt hält eine ambulante Rehabilitation in einem anerkannten Kurort für erforderlich.
  • Die Behandlungsmöglichkeiten an Ihrem Wohnort sind ausgeschöpft.
  • Sie haben keine Ansprüche gegenüber anderen Kostenträgern wie der Rentenversicherung oder der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Im laufenden Kalenderjahr oder in den drei vorangegangenen Kalenderjahren haben Sie weder an einer stationären Rehabilitation noch an einer Reha-Maßnahme in einem anerkannten Kurort teilgenommen. 
  • Ihre Reha-Maßnahme wird unter ärztlicher Leitung nach einem Rehabilitationsplan durchgeführt.
  • Wir haben Ihre Rehabilitation anerkannt. 

Ablauf unserer Genehmigung

Wenn Ihr Arzt Ihnen zu einer Rehabilitation in einem anerkannten Kurort rät, benötigen wir Ihren Antrag. Das erforderliche Formular erhalten Sie auf unserer Internetseite oder von unserer Kundenberatung. Zudem benötigen wir eine ärztliche Verordnung, aus der sich die medizinische Notwendigkeit für die Rehabilitation ergibt.

Wichtig: Wenn Sie eine Reha-Maßnahme beantragen, benötigen wir Ihre Zustimmung zur Übermittlung personenbezogener Daten an unseren Gutachter sowie eine Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht. Die ausfüllbaren Formblätter erhalten Sie hier.

Nachdem uns Ihr Antrag, Ihre ärztliche Verordnungen und Ihre Schweigepflichtentbindung vorliegen, geben wir ein Gutachten in Auftrag. Aufgrund der Stellungnahme des Gutachters erkennen wir Ihren Antrag an oder lehnen ihn ab. Mit unserem Anerkennungsbescheid wird Ihre Rehabilitation endgültig festgelegt und Sie erfahren, mit welchen Leistungen Sie rechnen können.

Außerdem legen wir in unserem Anerkennungsbescheid Ihren Kurort verbindlich fest. Sie können sich dann um Ihre Unterkunft im Kurort kümmern. Wir empfehlen Ihnen, von der Kurverwaltung Prospekte über die Unterbringungsmöglichkeiten anzufordern. Wählen Sie bitte stets eine Unterkunft innerhalb des Kurorts, die ortsgebunden ist – also kein Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt. Möchten Sie Ihre Kur gemeinsam mit anderen Personen in einer Ferienwohnung verbringen? Dann teilen wir den Mietpreis durch die entsprechende Personenzahl und berücksichtigen Ihren Anteil.

Bitte weisen Sie uns alle Aufwendungen – insbesondere bei Selbstverpflegung – durch Belege nach. Achten Sie bitte darauf, dass Sie Ihre Reha-Maßnahme spätestens vor Ablauf von 4 Monaten nach unserer Anerkennung beginnen. 

Wissenswertes für A-Mitglieder

Als Versicherter unser Mitgliedergruppe A erhalten Sie für die Kuranwendungen von uns eine Kostenübernahmeerklärung. Geben Sie diese bei Ihrer Kurverwaltung ab. Werden Ihre Kosten für die Kuranwendungen nicht direkt mit uns abgerechnet, erhalten Sie darüber eine Rechnung.

Mit unserer Anerkennung erhalten Sie auch einen Badearztschein. Bitte übergeben Sie diesen vor Kurbeginn einem Vertragsbadearzt. Welche Vertragsbadearzte es an Ihrem Kurort gibt, erfahren Sie bei der Kurverwaltung. Der Badearzt rechnet seine Leistungen direkt mit uns ab.

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung bezahlen Sie am Ort. Diese können nicht direkt mit uns abgerechnet werden. Legen Sie uns bitte nach beendeter Behandlung Ihre Belege zusammen mit dem Leistungsantrag vor.

Dauer Ihrer Kur

Ihre erstattungsfähigen Kosten übernehmen wir für bis zu 21 Tage. Eine Verlängerung ist nicht möglich. 

Weitere Hinweise zur Rehabilitation

Mitversicherte Personen, nicht selbst beihilfeberechtigte Ehepartner und Kinder sowie Versorgungsempfänger können keine ambulanten Reha-Maßnahmen in einem anerkannten Kurort beantragen. Möchten Sie dennoch an einer solchen Kur teilnehmen, so sind folgende Leistungen erstattungsfähig:

  • ärztliche und psychotherapeutische Behandlung – jedoch keine kurtypischen Leistungen wie die schriftliche, individuelle Planung und Leitung einer Kur
  • ärztlich verordnete Heilmittel wie Bäder, Güsse, Fangopackungen und Krankengymnastik – jedoch keine Saunabäder oder Aufenthalte in Mineral- und Thermalbädern
  • ärztlich verordnete Arzneimittel

Bitte beachten Sie: In einigen Kurorten werden besondere Kurarten angeboten – wie „Kurlaub“, „Kompaktkur“ oder „Pauschalkur“. Hierfür können wir keine Kosten übernehmen.

Ambulante Rehabilitationsmaßnahmen in einem ausländischen Kurort erkennen wir ausschließlich unter bestimmten Voraussetzungen und für bestimmte Orte an. Ausnahmen gelten für unsere Versicherten die wegen Neurodermitis oder Psoriasis nur am Toten Meer behandelt werden können.

Fremder Beihilfeträger

Erhalten Sie Ihre Beihilfe von einem anderen Beihilfeträger als der PBeaKK, beantragen Sie Ihre Rehabilitation bitte bei Ihrem Beihilfeträger. Erkundigen Sie sich, welche Vorgaben Sie dort zu erfüllen haben, da unsere Satzung für Ihren Beihilfeträger nicht bindend ist.

In aller Regel wird dann von Ihrem Beihilfeträger die Begutachtung eingeleitet oder vermittelt. Damit wir Ihren Antrag anerkennen können, senden Sie uns bitte Ihr Gutachten und Ihre ärztliche Verordnung zu. Wenn noch kein Gutachten eingeholt wurde, beauftragen wir selbst einen Gutachter.

Zusammenstellung Leistungen 

AufwendungenLeistungen für aktive, selbst beihilfeberechtigte Beamte sowie für Mitglieder der Gruppe B 3

Unterkunft und Verpflegung
(für höchstens 21 Tage)

Beihilfe und Kassenleistungen zusammen bis zu 16,00 Euro je Tag 

Fahrt

Für An- und Abreise mit dem PKW 0,20 Euro je Entfernungskilometer bis insgesamt höchstens 200,00 Euro.

Für An- und Abreise mit regelmäßig verkehrenden Beförderungsmitteln in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen der niedrigsten Beförderungsklasse, insgesamt jedoch nicht mehr als 200,00 Euro.

Kurtaxe

Beihilfe- und Kassenleistungen in Höhe der nachgewiesenen Kosten

ärztliche und psychotherapeutische Behandlungwie bei ambulanter Behandlung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)
Arzneimittelwie bei Bezug in  Apotheke am Wohnort
Heilmittelwie bei ambulanter Behandlung im Rahmen der Höchstsätze